Verein Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen

Beratung

Es ist gut, wenn Sie sich Hilfe holen.

In Wien hilft zum Beispiel die „Frauen-Beratungs-Stelle Notruf bei sexueller Gewalt“.

Das ist ganz wichtig, wenn Sie zu uns in die Beratungs-Stelle kommen:

  • Wir erzählen nichts weiter
  • Sie müssen uns Ihren Namen nicht sagen.
  • Sie können mit uns sprechen. Wir hören zu.
  • Sie können uns alles erzählen.
  • Sie erzählen nur das, was Sie erzählen wollen.

Wir können Ihnen weiterhelfen:

  • Wir können Tipps geben.
  • Wir suchen gemeinsam nach Lösungen.
  • Wir informieren Sie über Ihre Rechte.

Die Beratung kostet nichts.

Sie können auch eine andere Person mitbringen.
Eine Person, der sie vertrauen. Wenn Sie das wollen.

Das ist wichtig: Sie müssen sich nicht schämen! Sie haben keine Schuld!

Prozess-Begleitung

Nach einer Vergewaltigung kann man zur Polizei gehen. Man kann eine Anzeige machen.
Dann wird der Täter vielleicht bestraft.
Dann kann er anderen Frauen nichts mehr tun.

Aber eine Anzeige ist für die Frau auch sehr schwer.

Sie hat vielleicht Angst vor dem Gerichts-Verfahren.
Wenn sie vor fremden Menschen über die Vergewaltigung erzählen muss.
Sie hat vielleicht auch Angst vor dem Täter. Sie möchte den Täter nicht sehen.

Die Entscheidung über eine Anzeige muss immer der Frau überlassen werden. Nur sie kann das entscheiden: Eine gute Beratung kann der Frau bei der Entscheidung helfen.

Bei der Frauen Beratung Notruf bei sexueller Gewalt bekommen die Frauen auch Informationen über das Gerichts-Verfahren.
Die Mitarbeiterinnen erklären alles ganz genau.
Alle Fragen werden beantwortet.
Die Mitarbeiterinnen kommen mit zur Polizei oder zu Untersuchungen oder zum Gerichts-Verfahren.

Die Beratungsstelle kann für die Frau eine Anwältin suchen. Das Geld für die Anwältin bezahlt der Staat. Die Anwältin unterstützt die Frau beim Gerichts-Verfahren.

Sich wehren ist oft sehr schwer. Weil man sehr große Angst hat. Weil man sich nicht traut.

  • Sagen Sie laut „Nein, ich will das nicht“.
  • Sie dürfen schreien.
  • Sie dürfen nach Hilfe rufen.
  • Sie dürfen treten.
  • Oder weglaufen.
  • Oder die Polizei rufen.

Reden Sie mit einem Menschen, dem Sie vertrauen oder wenden Sie sich an eine Frauen-Beratungs-Stelle.

Sie dürfen darüber reden.

Sie dürfen alles erzählen. Auch wenn es Ihnen verboten wurde!

Das ist wichtig: Sie müssen sich nicht schämen. Sie haben keine Schuld. Auch wenn Sie sich nicht gewehrt haben!

Für jede Frau sind die Folgen von sexueller Gewalt anders.

Aber sexuelle Gewalt heißt immer: Die Grenzen einer Frau werden stark verletzt.

Gleich nach der Tat haben die Frauen oft einen Schock.
Das sieht bei jeder Frau anders aus:

  • Manche Frauen brechen zusammen, sie weinen und können nicht aufstehen.
  • Andere Frauen sehen ganz ruhig aus. Sie benehmen sich, als wäre nichts passiert.
  • Viele können nicht darüber sprechen, was ihnen passiert ist.
  • Frauen sind oft ganz durcheinander. Auch später noch.
  • Ihre Gefühle sind auch ganz durcheinander.

Viele Frauen sind für lange Zeit verletzt und sehr traurig.
Sie verlieren ihren Mut und ihr Selbst-Vertrauen.
Sie wollen keinen Sex und keine Nähe zu anderen Menschen.

Das alles wird oft durch andere Menschen noch schlimmer. Oft wird den Frauen nicht geglaubt. Oder die Familie, Freunde und Bekannte verstehen nicht, wie die Frau sich jetzt fühlt. Frauen schämen sich und geben sich selbst die Schuld.

Die Folgen von sexueller Gewalt sind ganz verschieden:

Frauen haben Angst:

  • Die Frau traut sich nicht mehr aus dem Haus.
  • Die Frau hat vielleicht Angst vor dem Allein-sein.
  • Die Frau hat vielleicht Angst vor anderen Menschen. Manchmal vor allem vor Männern.
  • Die Frau hat vielleicht Schlaf-Störungen und schlimme Träume.

Die Frau fühlt sich vielleicht schmutzig und muss sich immer wieder waschen.

Die Frau muss oft an das Erlebnis denken:

  • Manchmal kommen die Erinnerungen ganz plötzlich.
  • Dann erlebt die Frau die Vergewaltigung im Kopf noch mal.

Viele Frauen wollen alleine mit dem Erlebnis fertig werden. Aber das ist sehr schwer. Viele Frauen brauchen sehr lange, bis sie Hilfe von Fach-Leuten annehmen können.

In Frauen-Beratungs-Stellen bekommen Frauen Hilfe. Die Mitarbeiterinnen sind gut ausgebildet. Sie können Frauen helfen, wenn sie sexuelle Gewalt erlebt haben.

Es sind meist Männer, die so etwas tun. Oft ist es jemand, den man schon kennt.

Zum Beispiel:

  • Jemand aus der Familie.
  • Der Partner oder Ex-Partner.
  • Ein Freund oder ein Bekannter
  • Der Chef oder ein Kollege von der Arbeit.
  • Ein Lehrer oder ein Mitschüler.
  • Ein Betreuer oder ein Trainer.
  • Oder ein Arzt.
  • Oder ein Fremder.

Orte, an denen Frauen und Mädchen sexuelle Gewalt erleben können, sind zum Beispiel:

  • Zu Hause.
  • In einer fremden Wohnung.
  • Auf der Straße.
  • Am Arbeitsplatz.
  • Beim Ausgehen (in einem Lokal, bei einem Konzert, bei einem Fest, im Schwimmbad).
  • Beim Sport.

Frauenberatung
Notruf

☎  523 22 22

 

Frauenberatung Notruf bei sexueller Gewalt
Rötzergasse 13/8
1170 Wien

Terminvereinbarungen und telefonische Beratung
Telefon: +43 (0)1 523 22 22

Montag: 10 bis 15 Uhr
Dienstag: 10 bis 15 Uhr
Mittwoch: 10 bis 15 Uhr
Donnerstag: 10 bis 15 Uhr

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